Die drei grossen Quadrate in den Ecken eines QR-Codes fallen sofort auf. Sie befinden sich oben links, oben rechts und unten links und sind ein wichtiger Bestandteil jedes klassischen QR-Codes.
Diese Elemente werden Positionserkennungsmuster genannt. Häufig wird auch der englische Begriff Finder Patterns verwendet. Sie helfen dem Smartphone oder Scanner dabei, den QR-Code schnell zu erkennen und richtig auszurichten.
Wozu dienen die drei grossen Ecken beim QR-Code?
Die drei Quadrate zeigen dem Scanner zunächst: Hier befindet sich ein QR-Code.
Eine Kamera sieht schliesslich nicht automatisch, welcher Teil eines Bildes ein QR-Code ist. Gerade auf Flyern, Verpackungen oder Plakaten befinden sich häufig noch Texte, Bilder und andere grafische Elemente rund um den Code.
Die charakteristische Form der drei Positionserkennungsmuster lässt sich von einer QR-Code-Software besonders gut erkennen.
Anschliessend kann sie bestimmen:
- wo der QR-Code beginnt und endet,
- wie gross er dargestellt ist,
- in welcher Richtung er gedreht ist.
Dadurch kann ein QR-Code beispielsweise auch gescannt werden, wenn Sie Ihr Smartphone nicht exakt gerade davor halten.
Warum gibt es nur drei grosse Quadrate?
Durch ihre Anordnung oben links, oben rechts und unten links kann der Scanner erkennen, wie der QR-Code ausgerichtet ist.
Das fehlende grosse Quadrat unten rechts ist dabei ebenfalls hilfreich: Die Software kann dadurch unterscheiden, welche Seite oben, unten, links oder rechts liegt.
Ein QR-Code kann deshalb auch erkannt werden, wenn er beispielsweise um 90 oder 180 Grad gedreht wurde.
Enthalten die drei Quadrate selbst Informationen?
Die grossen Eckelemente enthalten nicht die eigentlichen Informationen wie eine Website-Adresse, Telefonnummer oder einen Text.
Ihre Aufgabe besteht hauptsächlich darin, dem Scanner die Position und Orientierung des QR-Codes zu zeigen.
Die eigentlichen Daten befinden sich in den vielen kleineren schwarzen und weissen Modulen innerhalb des QR-Codes.
Darf man die drei Ecken verändern?
Beim Gestalten individueller QR-Codes können Farben und teilweise auch die Form der Positionserkennungsmuster verändert werden. Dabei sollte man allerdings vorsichtig sein.
Der Scanner muss die typischen Strukturen weiterhin zuverlässig erkennen können. Zu starke Veränderungen können dazu führen, dass der QR-Code langsamer oder überhaupt nicht mehr erkannt wird.
Besonders wichtig sind:
Ausreichender Kontrast:
Die Elemente sollten sich deutlich vom Hintergrund unterscheiden.
Klare Strukturen:
Starke Verzierungen oder komplexe Formen können die Erkennung erschweren.
Genügend Abstand:
Grafiken oder andere Designelemente sollten nicht direkt in die wichtigen Bereiche des QR-Codes hineinragen.
Wenn Sie einen QR-Code gestalten, sollten Sie ihn deshalb anschliessend mit mehreren Smartphones und Kamera-Apps testen.
Die drei Ecken sind nicht die einzigen Orientierungshilfen
Neben den drei grossen Positionserkennungsmustern besitzt ein QR-Code weitere technische Strukturen, die beim korrekten Lesen helfen.
Dazu gehören unter anderem sogenannte Timing Patterns. Bei grösseren QR-Codes kommen zusätzlich kleinere Alignment Patterns zum Einsatz.
Für den Nutzer sind jedoch vor allem die drei grossen Quadrate sichtbar. Sie sind eines der Merkmale, durch die ein QR-Code sofort als solcher erkennbar ist.
Was passiert, wenn eine Ecke beschädigt wird?
Kleine Beschädigungen müssen nicht automatisch dazu führen, dass ein QR-Code unbrauchbar wird. QR-Codes besitzen eine Fehlerkorrektur, durch die ein Teil der Informationen rekonstruiert werden kann.
Die grossen Positionserkennungsmuster sollten Sie trotzdem möglichst nicht überdecken oder beschädigen. Sie spielen eine wichtige Rolle dabei, dass die Kamera den Code überhaupt findet und korrekt ausrichtet.
Gerade bei gedruckten QR-Codes auf Flyern, Visitenkarten, Verpackungen oder Schildern sollten diese Bereiche deshalb gut sichtbar bleiben.
Kurz zusammengefasst
Die drei grossen Quadrate eines QR-Codes heissen Positionserkennungsmuster oder Finder Patterns. Sie helfen dem Scanner dabei, den QR-Code im Bild zu finden, seine Grösse zu bestimmen und seine Ausrichtung zu erkennen.
Wenn Sie einen QR-Code individuell gestalten, sollten Sie gerade diese Bereiche nur vorsichtig verändern und anschliessend immer testen, ob der Code weiterhin zuverlässig scannt.






