Wie viele Informationen passen in einen QR-Code?

Ein QR-Code kann deutlich mehr Informationen speichern, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Die maximale Menge hängt jedoch davon ab, welche Daten gespeichert werden, welche Fehlerkorrektur verwendet wird und wie gross beziehungsweise komplex der QR-Code werden darf.

Ein klassischer QR-Code kann in der grössten Version theoretisch bis zu 7’089 Ziffern speichern. Bei normalem Text oder URLs liegt die Kapazität deutlich darunter.

Wie viele Daten passen maximal in einen QR-Code?

Für einen normalen QR-Code der grössten Version 40 gelten bei der niedrigsten Fehlerkorrekturstufe L folgende Maximalwerte:

  • 7’089 Ziffern, wenn nur Zahlen gespeichert werden
  • 4’296 alphanumerische Zeichen
  • 2’953 Bytes bei normalen Text- und Binärdaten
  • 1’817 Kanji-Zeichen

Wichtig ist dabei der Unterschied zwischen Zeichen und Bytes. Bei einer URL oder einem normalen Text können Buchstaben, Sonderzeichen oder Umlaute unterschiedlich viel Speicherplatz benötigen. Deshalb bedeutet eine Kapazität von 2’953 Bytes nicht automatisch, dass auch 2’953 beliebige Zeichen gespeichert werden können.

In der Praxis werden diese theoretischen Grenzen nur selten erreicht.

Warum passen Zahlen besser in einen QR-Code als Text?

QR-Codes können Informationen auf unterschiedliche Arten codieren. Reine Zahlen lassen sich besonders platzsparend speichern. Deshalb passen davon deutlich mehr in einen QR-Code.

Der sogenannte alphanumerische Modus unterstützt unter anderem die Ziffern 0 bis 9, die Grossbuchstaben A bis Z sowie einige Sonderzeichen.

Normale Texte, Webadressen mit Kleinbuchstaben, Umlaute oder andere Zeichen benötigen meist mehr Speicherplatz. Dadurch erreicht der QR-Code seine maximale Kapazität entsprechend früher.

Was passiert optisch, wenn mehr Informationen gespeichert werden?

Je mehr Informationen ein QR-Code enthält, desto mehr kleine schwarze und weisse Module werden benötigt.

QR-Codes gibt es dafür in insgesamt 40 Grössenstufen, den sogenannten Versionen:

  • Version 1: 21 × 21 Module
  • Version 2: 25 × 25 Module
  • Version 3: 29 × 29 Module
  • Version 40: 177 × 177 Module

Mit jeder höheren Version kommen auf jeder Seite vier weitere Module hinzu.

Ein QR-Code mit wenig Inhalt wirkt deshalb meist relativ einfach und luftig. Enthält er dagegen viele Daten, wird das Muster zunehmend feiner und dichter.

Das hat auch praktische Auswirkungen: Wird ein sehr dichter QR-Code auf derselben Fläche gedruckt wie ein einfacher Code, werden die einzelnen Module kleiner. Damit steigen die Anforderungen an Druckqualität, Auflösung und Scanbedingungen.

Auch die Fehlerkorrektur beeinflusst die Datenmenge

Ein Teil des QR-Codes wird für die Fehlerkorrektur verwendet. Dadurch kann ein QR-Code teilweise noch gelesen werden, wenn er beschädigt, verschmutzt oder verdeckt ist.

Es gibt die vier Fehlerkorrekturstufen L, M, Q und H. Je höher die Fehlerkorrektur eingestellt wird, desto mehr Platz wird für zusätzliche Wiederherstellungsinformationen benötigt – und desto weniger Platz bleibt für die eigentlichen Daten.

Bei Version 40 können beispielsweise bei Fehlerkorrektur L bis zu 2’953 Bytes gespeichert werden. Bei Fehlerkorrektur H sind es nur noch 1’273 Bytes.

Für dieselben Informationen kann eine höhere Fehlerkorrektur deshalb dazu führen, dass ein grösserer und dichterer QR-Code benötigt wird.

Fehlerkorrektur bei QR-Codes: Was L, M, Q und H bedeuten

Muss man möglichst viele Informationen direkt im QR-Code speichern?

In den meisten Fällen nicht.

Soll beispielsweise eine Website geöffnet werden, muss lediglich deren URL im QR-Code gespeichert werden. Die eigentlichen Texte, Bilder, Kontaktdaten oder Angebote befinden sich anschliessend auf der Website oder Landingpage.

Gerade bei langen Informationen ist das meist sinnvoller, als sämtliche Daten direkt im QR-Code unterzubringen.

Bei einem dynamischen QR-Code wird beispielsweise nur eine kurze Weiterleitungsadresse gespeichert. Das eigentliche Ziel kann dahinter geändert werden, ohne dass der QR-Code neu erstellt oder gedruckt werden muss.

Dadurch kann der QR-Code trotz umfangreicher Inhalte am Ziel vergleichsweise kompakt bleiben.

Dynamische vs. statische QR-Codes

Weniger Daten können das Scannen erleichtern

Nur weil viele Informationen in einen QR-Code passen, bedeutet das nicht, dass man die Kapazität ausnutzen sollte.

Ein weniger komplexer QR-Code hat grössere Module und lässt sich insbesondere bei kleinen Druckgrössen leichter sauber darstellen.

In der Praxis lohnt es sich deshalb, unnötig lange URLs und überflüssige direkt eingebettete Informationen zu vermeiden. Bei umfangreichen Inhalten ist eine kurze URL oder ein dynamischer QR-Code häufig die praktischere Lösung.

Häufige Fragen

Wie viele Zeichen passen maximal in einen QR-Code?

Das hängt von der Art der Zeichen ab. Maximal sind bei einem klassischen QR-Code beispielsweise 7’089 reine Ziffern oder 4’296 alphanumerische Zeichen möglich. Bei normalen Byte-Daten liegt die Grenze bei 2’953 Bytes.

Wird ein QR-Code grösser, wenn mehr Informationen gespeichert werden?

Die Anzahl der Module nimmt mit steigender QR-Code-Version zu. Wird die physische Grösse beim Drucken nicht verändert, werden die einzelnen Module dadurch kleiner und der QR-Code wirkt dichter.

Warum sehen manche QR-Codes viel komplexer aus als andere?

Ein Grund kann eine grössere gespeicherte Datenmenge sein. Auch die gewählte Fehlerkorrektur und die Art der gespeicherten Daten beeinflussen die benötigte QR-Code-Version.

Sollte ich lange Texte direkt in einem QR-Code speichern?

Meist nicht. Häufig ist es sinnvoller, eine kurze URL zu einer Website oder Landingpage zu speichern. So bleibt der QR-Code einfacher und die hinterlegten Inhalte können wesentlich umfangreicher sein.

Haben dynamische QR-Codes mehr Speicherplatz?

Nein. Sie verwenden denselben QR-Code-Standard. Der Vorteil besteht darin, dass im QR-Code nur eine kurze Weiterleitungsadresse gespeichert werden muss. Die eigentlichen Inhalte befinden sich am Ziel der Weiterleitung.

Kevin Kühn

Mein Name ist Kevin Kühn – Webdesigner und Entwickler. Mit QR Swiss entwickle ich eine Plattform, die QR-Code-Management einfach, professionell und zuverlässig macht – gebaut für Schweizer Ansprüche.